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27.10.2026

MühlenMasters 2026: Ostholsteiner Mattis Thoms ist Deutschlands bester Nachwuchsmüller

Die besten Nachwuchsmüllerinnen und -müller aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben beim MühlenMasters 2026 in Elmshorn ihr Können unter Beweis gestellt. Den Sieg sicherte sich Mattis Thoms, vom Landhandel Weidemann aus Pönitz in Ostholstein. Der Verband Deutscher Mühlen hatte zum praktischen Leistungswettbewerb in die Hafermühle von Peter Kölln eingeladen. Die jungen Fachkräfte zeigten, wie viel technisches Wissen, handwerkliches Können und Verantwortung im modernen Müllerberuf stecken.

Der beste Nachwuchsmüller des Jahres heißt Mattis Thoms. Der 20-jährige aus Ostholstein setzte sich beim MühlenMasters 2026 gegen die besten jungen Müllerinnen und Müller aus Deutschland, Österreich und der Schweiz durch. Damit geht der Preis nach 2017 wieder in den Norden.

Auf den zweiten Platz kam Samuel Zimmer von den Vogtland BioMühlen in Plauen in Sachsen. Mit Mattis Thoms und Samuel Zimmer stehen jeweils die Jahrgangsbesten der beiden Müllerschulen in Stuttgart und Wittingen auf dem Siegertreppchen. Platz drei belegte Korbinian Mayr von der Schneller Mühle in Donauwörth in Bayern.

Friederike Driftmann Egelhof, Vorsitzende der Geschäftsführung des Familienunternehmens Peter Kölln liegt die Ausbildung junger Talente ganz besonders am Herzen. Sie betont: "Der Müllerberuf gehört aus der Nische mitten in den Fokus der Öffentlichkeit. Die Nachwuchskräfte beim MühlenMasters zeigen eindrucksvoll, was moderne Lebensmittelverarbeitung heute bedeutet: hochkomplexe High-Tech, traditionelles Handwerk und eine riesige Verantwortung für unsere tägliche Ernährung. Wir sind stolz, Gastgeber für diese Talente zu sein – denn sie sichern die Zukunft unserer Lebensmittelversorgung.“

Schirmherr des MühlenMasters war Daniel Kölbl, Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Pinneberg. Er zeigte sich bei der Ehrung der Sieger beeindruckt von der Qualifikation und den Leistungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie von der Bedeutung und Vielseitigkeit des Müllerberufs.

Technisches Können, Rohstoffwissen und Qualitätssicherung

An verschiedenen Prüfungsstationen mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigen, was sie in ihrer dreijährigen Ausbildung gelernt haben. Maschinen einstellen, moderne Technik beherrschen, Rohstoffe im Labor untersuchen oder Mischfutterkomponenten bestimmen – die Aufgaben verlangten technisches Verständnis, fundierte Rohstoffkenntnisse und praktische Fertigkeiten. Welche Herausforderungen auf sie warteten, erfuhren die jungen Fachkräfte erst am Wettbewerbstag.

„Müllerinnen und Müller stellen aus landwirtschaftlichen Rohstoffen hochwertige Lebens- und Futtermittel her. Das MühlenMasters zeigt, wie viel Know How dafür notwendig ist und welche Verantwortung in diesem Beruf steckt“, sagt Peter Haarbeck, Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Mühlen.

Premiere in der Hafermühle von Peter Kölln

Mit Peter Kölln war in diesem Jahr erstmals eine reine Schälmühle Gastgeber des Wettbewerbs, in einer Mühle, die ausschließlich Hafer verarbeitet. Das traditionsreiche Familienunternehmen produziert seit 1820 Lebensmittel und gehört zu den führenden Herstellern von Haferprodukten in Deutschland. Der Austragungsort machte zugleich die Vielfalt des Müllerberufs deutlich: Ob Weizenmehl, Haferflocken oder Futtermittel – überall werden Fachkräfte gebraucht, die Rohstoffe und Verarbeitungstechnik verstehen.

Ein Beruf mit Zukunft – auch international

Das Müllerhandwerk beteiligt sich seit 1953 an der Deutschen Meisterschaft im Handwerk – German Craft Skills, die in diesem Jahr ihr 75-jähriges Bestehen feiert. Seit 18 Jahren nehmen auch Nachwuchskräfte aus der Schweiz teil, seit elf Jahren aus Österreich.

Jährlich schließen an den beiden deutschen Berufsschulen in Stuttgart und Wittingen rund 70 junge Menschen ihre Ausbildung zur Verfahrenstechnologin beziehungsweise zum Verfahrenstechnologen Mühlen- und Getreidewirtschaft ab. Ihre beruflichen Perspektiven sind ausgezeichnet: Neben Tätigkeiten in Mühlen und Mischfutterwerken stehen ihnen der Mühlenbau und die Anlagenplanung offen oder eine Weiterbildung zum Meister oder Techniker.

„Die deutsche, duale Ausbildung ist international hoch angesehen. Wer heute Müllerin oder Müller wird, entscheidet sich für einen technischen Beruf mit großer Verantwortung und besten Entwicklungsmöglichkeiten – auch über Ländergrenzen hinweg“, betont Peter Haarbeck.

Veranstalter des MühlenMasters ist der Verband Deutscher Mühlen. 

Weitere Informationen: www.mueller-in.de | www.muehlen.org

Zum Download:

VDM-Pressemitteilung MühlenMasters 2026
MühlenMasters-2026-Sieger-vlnr-Zimmer-Thoms-Mayr
MühlenMasters-2026-Mattis-Thoms-im Wettbewerb
MühlenMasters-2026-Samuel-Zimmer-im Wettbewerb
MühlenMasters-2026-Korbinian-Mayr-im Wettbewerb
Alle Fotos: © Bundesmühlenkontor GmbH/Steffen Höft