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23.06.2026

CEEREAL: Europas Frühstückscerealien enthalten immer weniger Zucker, dafür mehr Vollkorn und Ballaststoffe

Das Frühstück mit Cerealien hat sich in den letzten zehn Jahren deutlich gewandelt. Neue Daten des europäischen Branchenverbands CEEREAL zeigen, dass die Cerealienhersteller von 2015 bis 2025 den Nährwert ihrer Produkte durch kontinuierliche Rezepturänderungen erheblich verbessert haben. Im europäischen Durchschnitt stieg der Vollkorngehalt um fast 23 und der Ballaststoffgehalt um 21 Prozent, während der Zuckergehalt um 18 Prozent sank. Besonders stark fällt die Optimierung bei Produkten für Kinder aus: Hier verzeichnet die Branche ein Plus von 47 Prozent bei Vollkorn und 84 Prozent bei Ballaststoffen sowie eine Zuckerreduktion von fast 30 Prozent.

„Die Ergebnisse belegen die messbaren Fortschritte und das langfristige Engagement unserer Branche für die öffentliche Gesundheit, ohne dass Verbraucherinnen und Verbraucher auf den gewohnten Geschmack verzichten müssen“, erklärt Ece Nevra Göncü, Präsidentin von CEEREAL. Frühstückscerealien spielten weiter eine wichtige Rolle dabei, den täglichen Nährstoffbedarf verschiedener Altersgruppen sicher, nachhaltig und ausgewogen zu decken.

Die Ergebnisse der Studie basieren auf umsatzgewichteten Durchschnittswerten von Rezepturen, die 85 Prozent des Umsatzvolumens in der EU und im Vereinigten Königreich abdecken. 

Vor dem Hintergrund des „Safe Hearts Plan 2025“ der Europäischen Kommission, der die Herzgesundheit verbessern will, soll die Ernährungswirtschaft zur weiteren Reduktion von Zucker, Salz und Fett verpflichten werden. Die erhobenen Daten belegen eindrücklich, dass freiwillige Maßnahmen der Hersteller bereits heute maßgeblich zu den Zielen der EU-Gesundheitspolitik beitragen. Grundsätzlich leisten Cerealien einen wichtigen Beitrag zur Versorgung mit Ballast- und Mikronährstoffen und damit zu einer gesunden Ernährung. 

Mit Blick auf Deutschland ergänzt VGMS-Geschäftsführer Peter Haarbeck: „Das Monitoring des Max Rubner-Instituts zeigt, dass der durchschnittliche Zuckergehalt von „Frühstückscerealien mit Kinderoptik“ im Jahr 2022 durchschnittlich bei nur mehr 17 Gramm Zucker pro 100 Gramm liegt. Das sind 38,5 Prozent oder rund zehn Gramm weniger als im Jahr 2016. Die Cereialienhersteller in Deutschland haben ihr im Jahr 2018 gegebenes Reduktionsversprechen, den Zuckergehalt bis 2025 um mehr als 20 Prozent zu reduzieren, deutlich früher und deutlich stärker als angekündigt erfüllt.“ Das abschließende Monitoring des MRI zur Zuckerreduktion wird im Sommer 2026 erwartet. „Fest steht aber schon jetzt: freiwillige Selbstverpflichtungen funktionieren und sind sehr wohl ein geeignetes Instrument, um gesundheitspolitische Ziele zu erreichen.“

Weitere Informationen zum Thema Reformulierung finden sich in englischer Sprache auf den Internetseiten von CEEREAL – European Breakfast Cereal Association:


Zum Download:
VGMS-Pressemitteilung: Frühstückscerealien