44 Prozent weniger Zucker in Kindercerealien: Cerealienhersteller übertreffen Reduktionsziel deutlich
Die Hersteller von Frühstückscerealien im Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft haben das im Rahmen der Grundsatzvereinbarung mit dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat vereinbarte Reduktionsziel nicht nur erreicht, sondern deutlich übertroffen. „Die aktuellen Monitoring-Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, dass freiwillige Vereinbarungen funktionieren. Unsere Unternehmen investieren seit vielen Jahren kontinuierlich in die Weiterentwicklung ihrer Rezepturen und erzielen damit messbare Erfolge“, sagt Jochen Brüggen.
Zu Beginn des Monitorings lag der Mittelwert des Zuckergehalts in Cerealien mit Kinderoptik noch bei 27,6 Gramm, jetzt liegt er bei 15,5 Gramm und damit 44 Prozent unter dem Ausgangswert. Produkte mit Kinderoptik zeigen laut Auswertung des Max Rubner-Instituts gegenüber vergleichbaren Produkten ohne Kinderoptik ähnliche oder geringere Energie- und Nährstoffgehalte.
Weniger Zucker bedeutet nicht automatisch weniger Kalorien
Eine Reduktion des Zuckergehalts führt bei Frühstückscerealien nicht automatisch zu einer entsprechenden Verringerung des Energiegehalts. Anders als bei Getränken kann Zucker bei festen Lebensmitteln nicht einfach durch Wasser ersetzt werden. In der Regel übernehmen stärkehaltige Getreidezutaten diese Funktion. Zucker und Stärke liefern jedoch eine vergleichbare Energiemenge.
Die verstärkte Verwendung von Vollkorn verbessert die ernährungsphysiologische Qualität der Produkte deutlich. Vollkorn liefert wertvolle Ballaststoffe sowie Vitamine und Mineralstoffe und trägt damit zu einer ausgewogenen Ernährung bei. Mehr Vollkorngetreide, das den fettreichen Keimling enthält, führt naturgemäß zu einem leichten Anstieg des Gehalts an pflanzlichen Fetten.
Hersteller werden Cerealien weiterentwickeln – mit Augenmaß und technologischer Machbarkeit
Die Hersteller von Frühstückscerealien werden ihre Produkte auch künftig kontinuierlich weiterentwickeln. Wo es technologisch sinnvoll ist und zugleich Qualität sowie Verbraucherakzeptanz erhalten bleiben, werden Rezepturen weiter optimiert. Neben der Reduktion von Zucker stehen dabei Vollkorn- und Ballaststoffgehalte im Fokus.
„Weitere Veränderungen werden künftig naturgemäß in kleineren Schritten erfolgen. Entscheidend ist dabei, dass die Produktentwicklung weiter von wissenschaftlichen Erkenntnissen und den technologischen Möglichkeiten sowie insbesondere den Wünschen von Verbraucherinnen und Verbrauchern geleitet wird – nicht von starren gesetzlichen Vorgaben für einzelne Nährstoffe“, so Brüggen.
Zum Download:
VGMS-Pressemitteilung MRI Frühstückscerealien

