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03.04.2020

Cerealienhersteller nehmen ihre Verantwortung wahr – signifikante Verringerung der Zuckergehalte bei Frühstückscerealien für Kinder

„Das MRI-Produktmonitoring 2019 bestätigt eindrucksvoll das Engagement der Cerealienhersteller“ stellt VGMS-Vorstandsmitglied Jochen Brüggen mit Blick auf den am 1. April veröffentlichten Bericht des Max-Rubner-Instituts (MRI) zur Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie der Bundesregierung fest. „Wir sind damit bereits ein gutes Stück auf dem Weg vorangekommen, den wir mit Bundesernährungsministerin Julia Klöckner Ende 2018 verabredet haben!“ Die Hersteller von Frühstückcerealien im VGMS hatten sich im Winter 2018 dazu verpflichtet, die Zuckergehalte von Produkten mit Kinderoptik deutlich zu reduzieren. Die Folgeerhebung des MRI weist bereits signifikante Reduktionen nach und zeigt, dass das Ziel bald erreicht sein wird. Die Erhebung des MRI macht auch deutlich, wie groß und bunt das Angebot an Cerealien in den Supermärkten ist. Die VerbraucherInnen können, ganz nach Geschmack, aus einer großen Zahl verschiedenster Cerealien wählen, bevorzugen aber – so das MRI – oft Produkte mit höheren Zuckergehalten. Was viele überrascht: auch, wenn weniger Zucker in Cerealien eingesetzt wird, ändert sich der Kaloriengehalt nicht oder nur marginal.

Cerealien leisten positiven Beitrag zur ausgewogenen Ernährung – weniger Zucker heißt nicht weniger Kalorien

Das Frühstück ist ein wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Studien belegen, dass ein regelmäßiges Frühstück gerade für Kinder und Jugendliche wichtig ist im Hinblick auf das allgemeine Ernährungsverhalten sowie auf die kognitive Leistungsfähigkeit.

Das süße Frühstück hat in der Ernährung in Deutschland Tradition und das zeigt sich auch heute im Kaufverhalten der Verbraucher. Dabei ist das Cerealien-Frühstück von der Kalorien- und Zuckermenge durchaus mit einem Brotfrühstück mit süßem Aufstrich vergleichbar oder liegt sogar deutlich darunter. Entscheidend für eine ausgewogene Ernährung ist die gesamte Nährstoffzusammensetzung der Mahlzeit. Ein Cerealien-Frühstück leistet einen positiven Beitrag zur Nährstoffversorgung und zur Ernährungsqualität, denn es versorgt Kinder und Erwachsene mit Energie und wertvollen Nährstoffen, wie Vitaminen und Ballaststoffen.

Grundsätzlich gilt für alle Frühstückscerealien, dass eine Reduktion des Zuckergehaltes nicht zu einer Kalorienreduktion führt, denn Zucker kann in Cerealien nicht durch kalorienärmere Zutaten oder Süßstoffe ersetzt werden. Meist wird die Reduktion des Zuckers durch eine Erhöhung des Getreide- sowie Ballaststoffanteils und damit durch andere Kohlenhydratquellen mit dem gleichen Energiegehalt ersetzt.

Cerealienhersteller haben bereits viel erreicht, heterogene Produktgruppe bietet Verbrauchern vielfältige Wahlmöglichkeiten: Der Geschmack entscheidet!

„Bei den Frühstückscerealien zeigt sich bei den Produkten mit Kinderoptik kein einheitliches Bild: So enthalten Müslis mit Kinderoptik weniger Zucker als fast alle anderen Müslis, die nicht für Kinder beworben werden, Cornflakes mit Kinderoptik hingegen haben höhere Zuckergehalte als Cornflakes ohne Kinderoptik.“ – Quelle: MRI-Monitoring

Aufgrund der Produktvielfalt kann es in der Produktkategorie Frühstückscerealien kein einheitliches Bild geben. Es muss also genau differenziert werden: Klassische Cornflakes sind vom Zuckergehalt relativ homogen. Hier gibt es Verpackungen mit und ohne Kinderoptik. Gesüßte Cornflakes dagegen enthalten zugesetzten Zucker zum Beispiel in Form eines Überzugs – ohne sogenanntes Coating wäre es ein anderes Produkt. Die Verpackungen dieser Produkte sind meist mit Kinderoptik versehen. Es handelt sich also bei den vom MRI bewerteten Cornflakes um ganz verschiedene Produkte, die nicht unmittelbar verglichen werden können.

„Bei knusprigen Getreideerzeugnissen Schoko mit Kinderoptik kann im Vergleich zur Basiserhebung 2016 eine statistisch signifikante Reduktion der Zuckergehalte um 17 Prozent festgestellt werden. Dennoch enthalten diese Produkte im Median noch rund 24 g Zucker pro 100 g.“ – Quelle: MRI-Monitoring

Die Ergebnisse zeigen eindeutig, dass die Cerealienhersteller auf einem guten Weg sind, das vereinbarte Reduktionsziel von mindestens durchschnittlich 20 Prozent zu erreichen. Klar ist aber auch, dass Produkte mit geringeren Zuckergehalten bereits eine sensorische Grenze der Zuckerreduktion erreichen. Das heißt, dass weitere Reduzierungsschritte – und dies ist von Produkt zu Produkt sehr unterschiedlich – nur Schritt für Schritt erfolgen können, um die Verbraucher auf dem Weg der Zuckerreduzierung nicht zu verlieren.

„Knusprige Getreideerzeugnisse Honig, die an Kinder gerichtet sind, enthalten im Median 32 g Zucker/100 g und weisen damit die höchsten Zuckergehalte aller Frühstückscerealien auf. Für diese Honig-Produkte kann keine signifikante Veränderung der Zucker- und Energiegehalte im Vergleich zur Basiserhebung festgestellt werden.“ – Quelle: MRI-Monitoring

Bei Produkten mit Honig erwarten Verbraucher einen wahrnehmbaren Honig- und Süß-Geschmack, was auch erklärt, warum sich in dieser Produktkategorie wenig bewegt.

„Statistisch signifikante Verringerungen der Zuckergehalte liegen auch bei Frucht-/Nussmüslis, Schokomüslis und Knusper-Schokomüslis vor, allerdings sind die absoluten Reduktionen, die zwischen 1 und knapp 2 g Zucker/100 g liegen, gering.“ – Quelle: MRI-Monitoring

Auch bei den Produkten ohne Kinderoptik, die nicht Teil der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie sind, reduzieren die Hersteller den Zuckergehalt schrittweise weiter.

Beitrag der Hersteller von Frühstückscerealien im VGMS zur Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie der Bundesregierung – vom 19. Dezember 2018

„Ernährungswissenschaftler sind sich einig über die Bedeutung des Frühstücks für eine gesunde und ausgewogene Ernährung und einen guten Start in den Tag. Auch wenn Frühstückscerealien nur einen sehr geringen Anteil an der täglichen Gesamtzuckeraufnahme ausmachen, leisten die Hersteller von Frühstückscerealien auf der Basis der Grundsatzvereinbarung mit dem Bundesernährungsministerium ihren Beitrag zur Reduktions- und Innovationsstrategie der Bundesregierung. Die Unternehmen überarbeiten schon seit vielen Jahren die Rezepturen ihrer Produkte und reduzieren so schrittweise deren Zuckergehalte. Sie werden diesen Weg weitergehen, die Verbesserung der Nährstoffzusammensetzung vorantreiben und neben dem Zuckeranteil auch besonderes Augenmerk auf die Vollkorn- und Ballaststoffgehalte ihrer Produkte legen. Bis Ende 2025 werden sie auf der Basis des Jahres 2012 die Gesamtzuckergehalte der in ihrer Aufmachung an Kinder gerichteten Produkte, gewichtet nach ihrem Absatz, als Teil der freiwilligen Selbstverpflichtung um durchschnittlich mindestens 20 Prozent reduziert haben."

Zum Download:
VGMS-Pressemitteilung